Santenay

Die Faszination für die Musik des Mittelalters ließ 2004 das Ensemble Santenay entstehen. Erstes eigenständiges Erforschen des Repertoires führte zu mehrjähriger Zusammenarbeit mit Mittelalterpionier Kees Boeke im Rahmen eines Studiums an der Musikhochschule Trossingen. 2008 veröffentlichte das Ensemble seine Debut CD Santenay – LIVE. Zahlreiche Auftritte führten die vier Freunde aus Israel, Frankreich, Deutschland und Siebenbürgen seitdem durch ganz Europa. Namensgeber des Ensembles ist ein Städtchen im ehemaligen Herzogtum Burgund.

SantenaySantenay setzt die Musik des Mittelalters und der Frührenaissance auf damals üblichem Instrumentarium, wie zum Beispiel der Blockflöte, der Viella, der Laute und dem Organetto um. Aus den Handschriften gehen keine Besetzungsvorschläge hervor, somit bleibt es den Musikern überlassen, der jeweiligen Stimme das bestgeeignete Instrument zuzuordnen. Neben zahlreichen Monodien sind viele der Werke des 14. und 15. Jahrhunderts dreistimmig, einige auch zwei- oder vierstimmig. Die Basis jedes Stückes ist der Tenor (von lateinisch tenere: halten). Santenay besetzt diese Stimme meist mit der Viella, die sich als Streichinstrument für die sanglich geführten aber textlosen Melodien mit langanhaltenden Tönen am besten eignet. In perfektem Kontrapunkt zum Tenor steht der Cantus (von lat. cantare: singen). Santenay besetzt diese Stimme, wenn der Text vorhanden ist, mit dem Gesang und gerne mit einem zusätzlichen Instrument, wie der Flöte oder dem Organetto, welches den Gesang unterstützt und die Instrumentalzwischenspiele übernimmt. Die kontrastierende Stimme zum Tenor ist der Contratenor. Er bietet abwechslungsreiche rhythmische und harmonische Elemente mit improvisiertem Charakter. Santenay besetzt diese Stimme meist mit der Laute.

Website: Santenay